Lobpreis - Zur Ehre Gottes oder fremdes Feuer?


Zu einer Zeit, wo es die Lobpreiswelle noch nicht gab, schrieb Professor Karl Heim im Buch: „Das Wesen des evangelischen Christentums“ auf Seite 65 folgendes:
Das Buch: Fremdes Feuer in Heiligtum Gottes - Der charismatische "Lobpreis" aus biblischer Sicht“ von R. Ebertshäuser kann man sich als PDF runterladen. > hier >>

Außerdem ist noch das  Buch „Worship bis zum abwinken“ von Don Lucarini zu empfehlen. > hier >>

Gute, alte Lieder, die lebendig vertont wurden, findet man unter www.sermon-online.de. > hier >>
Gedanken eines Bruders unserer Gemeinde
„Wir müssen zunächst vom ersten Grundzug des evangelischen Christentums sprechen, von der Anbetung Gottes im Geist und in der Wahrheit. Wir können Gott nicht in einem Rauschzustand finden, einerlei ob dieser Rausch durch Alkohl oder durch Äther oder durch eine prachtvolle Musik hervorgerufen wird. Solange wir berauscht sind, sind wir nicht bei Gott, sondern nur bei uns selbst.
Wir sind mit dem wogenden Meer unseres eigenen Seelenlebens beschäftigt, werden von ihm in Schauern des Entzückens emporgetragen und wieder in die Tiefe hinuntergerissen.
Das ist ein Genuss, eine herrliche Erholung, aber mit Gott hat das nichts zu tun. Auch dann nicht, wenn ein religiöser Gegenstand musikalisch dargestellt und seelisch genossen wird wie in Wagners Parfisal. Wir können Gott nur in einem geistigen Akt finden, der sich in tiefer Einsamkeit und voller geistiger Klarheit vollzieht. Darum spielt beim Finden Gottes das Wort die entscheidene Rolle. Denn das Wort ist der Schöpfer des Geistes....
Sobald wir berauscht sind, verschwindet das Wort. Wir reden in Zungen, in unartikulierbaren Lauten. Die Seele löst sich in Musik auf. Wir sind in Extase. Die Überzeugung, dass man Gott nur im Geist anbeten kann und nur durch Aneignung des Wortes ist charakteristisch für die Geistesrichtung aller typischen Protestanten, so verschieden Diese unter sich sein mögen.“
Aus eigener Erfahrung als ehemaliger Lobpreisleiter kann ich mit Trauer nur bestätigen, dass Karl Heim Recht hatte. Durch diese Lobpreismusik wird man in einem Rauschzustand versetzt. Die extatischen Melodien und die sich ständig wiederholenden Texte bewirken dies. Man denkt, mit dem Herrn verbunden zu sein und ist im Grunde nur bei sich selbst. Vor allem unterliegt man einer Selbsttäuschung. Man kann in Sünden bewußt leben und meint, die liebende Gegenwart Gottes zu spüren. Man kommt nicht zur Umkehr und lebt in einer Lüge. Gottes Wort sagt  im 1. Johannes 1:6: „So wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in der Finsternis, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit.“

Sehr schnell kann die Atmosphäre uns derart im Lobpreis betrügen, unsere Frömmigkeit eine Lüge wird.
Dieses seelisches Erlebnis, der Kick, den man bekommt, der kann zur Sucht werden. Aber so hoch man emotional beim Lobpreis steigt, so tief stürzt man im Alltag auch wieder ab. Man sucht den Gefühlsschauer und der kann einem in den Tiefen des Alltags nicht helfen.

Die alten Lieder werden gesungen um der Texte willen. Diese Texte haben tiefen Inhalt und haben tausende in Not und Elend getröstet. Sie haben heute noch Kraft, Menschen zu trösten und durch Leid hindurchzutragen. Sie gehen mit uns in den Alltag und oft finden wir die Freuden und die Leiden des Tages in ihnen wieder. Wir finden in diesen Liedern den Herrn durch das Wort, das in ihnen vertont wird, wie Karl Heim sagte.

Ein paar Alternativen hierzu werden wir Euch (demnächst) auf unserer Seite zeigen.


Es gibt zu diesem Thema gute Literatur:
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